Über das Mittelrheintal und cubanische Musik

- Mit Unterstützung durch Fahrrad Rith -

Sonntag , 20.7.2003

Es ging wieder ins Rheintal ,diesmal,um den oberen Teil der Strecke genauer anzuschauen.

Ich benötigte noch Streckeninformationen für den Rheintal-Ultra.de.

Arnold und ich fuhren mit dem Auto nach Boppard. Von dort aus starteten wir, die letzten 30 km des Mittelrheintals mit den Rädern abzufahren. Mir fielen besonders die Rheininseln auf , die aufgrund des momentanen Niedrigwassers besonders gut zu sehen sind. Die Landschaft unterliegt durch den Fluss einem ständigem, sehr interessanten Wechsel. Die Steininseln und Felsen mitten im Fluss erinnerten mich an Wildflüsse in den Alpen.Und das in Rheinhessen!

Es war mal wieder ein Traum, durch diese herrliche Kulturlandschaft zu fahren; cubanische Musik, die Sonne. Als sehr angenehm empfand ich die Sonntagsfahrer (d.Red.: Hutfahrer).

Sie halfen mir, noch mehr geniessen zu können, mit 60 km/h durchs Rheintal. ??

Meinen wirklichen Dank.

Ich denke außerdem , daß man sich an die langsamfahrenden Autos, Wohnmobile und auch RENNRADFAHRER gewöhnen sollte. So können Touristen das Tal genießen, wer rasen will kann auf die Autobahn, die ist nur ein paar Kilometer weg.

Auf dem Rheinradweg sahen wir nur sehr wenige Radfahrer. Das Wetter war allerdings auch sehr , sehr heiss.

Als durch das Tal ein heißer , trockener Wind wehte , bekam ich eine Vision (Anfall?), ich träumte davon , wie man verschiedene Musikgruppen und -richtungen in die Stimmung der Landschaft einpasst. Ich dachte daran, wie man klassische,irische,cubanische Musik zusammenbringt -nur durch die Landschaft. Einen Tag und eine Nacht lang, mit Wasser"feuer"werk, Lasershow und Lichtspielen.
(Anmerkung: Ist da noch Platz für ein 24 h Lauf ? )

Ich fuhr im "flow" , Landschaft , angenehme Belastung, Wind, Beine alles ist eins.


In Koblenz, am Deutschen Eck , war sehr viel los.Touristen schauten sich die Festung Ehrenbreitstein an , genossen den Tag. Ich dachte mir noch ,daß ein stetiger Wechsel zwischen Ruhe und Aktion im Rheintal stattfindet.

Auf dem Rückweg machte ich die Arbeit im Wind und stellte fest , daß es eine ideale Trainingseinheit werden würde.

Kurz vor Boppard fuhr ich auf eine Höhe um besser fotografieren zu können. Ich wurde durch ein Grummeln auf ein nahendes Gewitter aufmerksam. Noch ein paar Fotos und weiter ging´s.

Arnold meinte zwar noch ,das Gewitter käme erst abends, dann kam es aber schon aus dem Hunsrück hergezogen. Wind und Regen folgte, alles suchte Schutz vor dem Regen und dem Wind. Ich nicht, ich liebe dieses Wetter. Ich fühle mich im starken Regen bei starkem Wind in der Natur, es gibt mir Ruhe und Genuss. Arnold wollte auch weiterfahren. Wir fuhren,nach der herrlichen Abkühlung, besonders bei ca. 40 Grad fast ohne Schatten.

Völlig glücklich und durchnässt kamen wir am Auto an, kurze Pause und es ging auf die Heimfahrt. Das Wetter hatte sich wieder gebessert , die Sonne brannte, ich hörte meinen Buena Vista Social Club und hing mich an einen neuen Freund, einen Sonntagsfahrer.

Balsam für die Seele. Was kann es schöneres geben,Natur, Kultur und Sport gehören einfach zusammen!