Als
Ziel steckte ich mir , locker an die Veranstaltung ranzugehen ,denn ich
dachte nicht die 100 km kurz nach Ende meiner Frühjahrspause zu meistern.
Vor
allem nicht nach meiner "Sand im Turnschuh " Aktion.Das war echt ein blöder
Fehler.Ich zog Turnschuhe an ,die ich nicht überprüft hatte,in
denen war Sand. Von nun an beschränkte ich mich, für die nächste
Zeit Sandkörner unter meiner Fußsohle zu zählen.
In
der Zwischenzeit hatte ich immer wieder interessante Gespräche mit
meinen Mitläufern Bodo,Babsi und Jörg ,alles erfahrene 24 Stunden
Läufer.
Dann
kam die Nacht.Das Schlimmste waren die ca. 8 feuchten Grad Celsius .Da
war der werdende Berufsoptimist in mir gefragt.Um ca 2 Uhr entschloss ich
mich, meine erste Pause zu machen und 2x30 Minuten im Auto zu schlafen.Das
gab mir wieder viel Kraft.Meine Muskeln wurden langsam sauer, aber ich
hatte noch genug Reserven.
Der
Morgen taute die Muskeln wieder auf.Ich konnte jetzt öfters entspannt
pausieren, da meine Ziel nur noch durch etwas absolut unerwartetes gefährdet
werden konnte.Nun fing ich an die 110 km in Angriff nehmen zu wollen .
Doch
die Vernunft siegte. Bei Langstrecken muss alles sehr bedacht sein, man
muss wissen wann es genug ist ,das waren die 100 km und kein Meter mehr.Da
muss einfach der Verstand funktionieren.
Es wurde wärmer, es kam nochmal ein mentals Tief ; besiegt ; weiter ; 12 Uhr 100 km.Geschafft!